Autor: Sam Bro­zyn­ski, Assi­stant Con­sul­tant

03.04.2020

Home-Office hat sich in den letz­ten Jah­ren immer mehr zu einer gän­gi­gen Arbeits­form ent­wi­ckelt. Auf­grund der Digi­ta­li­sie­rung und neu­en tech­no­lo­gi­schen Mög­lich­kei­ten kön­nen wir gemein­sam online arbei­ten und sind somit fle­xi­bler und orts­un­ab­hän­gig. Die Mobi­li­tät der tech­ni­schen Gerä­te sowie die Nut­zung von kol­la­bo­ra­ti­ven Tools machen es mög­lich. Jedoch gibt es auch ande­re Fak­to­ren, die kurz­fris­tig zu deut­lich mehr Arbeit im Home-Office füh­ren. Für vie­le ist das aber leich­ter gesagt als getan. Auch wenn wir vie­le tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten haben, auch von Zuhau­se aus pro­duk­tiv zu arbei­ten, fehlt es uns oft an Selbst­dis­zi­plin und kla­ren Struk­tu­ren, die uns auf der Arbeit begeg­nen. Des­halb haben wir im Fol­gen­den 5 Tipps für Sie, die dabei hel­fen wer­den die Pro­duk­ti­vi­tät aus dem Büro auch daheim auf­recht­zu­er­hal­ten.

1. Ein­rich­ten eines fes­ten Arbeits­plat­zes

Es macht — vor allem unter­be­wusst — einen gro­ßen Unter­schied, das Gefühl zu haben, gera­de bei der Arbeit zu sein oder nicht. Das bedeu­tet, sich nicht auf die Couch oder einen Ses­sel zu set­zen, son­dern einen geeig­ne­ten Tisch mit aus­rei­chend Platz und gera­der Sitz­po­si­ti­on aus­zu­su­chen. An Ihrem Arbeits­platz befin­den sich opti­ma­ler­wei­se nur die Din­ge, die Sie auch für die Arbeit brau­chen. Din­ge, die Sie auch im Büro nicht brau­chen, kön­nen Sie ger­ne von Ihrem Arbeits­platz ent­fer­nen, falls ein ande­res Zim­mer Platz bie­tet. Es kann aber auch wun­der­bar der Ess­tisch zum Schreib­tisch umfunk­tio­niert wer­den.

2. Pla­nung und Kom­mu­ni­ka­ti­on der Arbeits­zeit

Wenn Sie bereits ein Tool zum Time Tracking oder zur gene­rel­len Arbeits­pla­nung nut­zen, ver­wen­den Sie die­ses auch für zu Hau­se. Es ist wich­tig, sich die Zeit für bestimm­te Auf­ga­ben wohl über­legt auf­zu­tei­len. Dies hilft Ihnen sowohl beim Errei­chen Ihrer Zie­le als auch beim effi­zi­en­ten Arbei­ten. Beson­ders wich­tig in Bezug auf das Home-Office ist hier­bei, die Pla­nung auch den Arbeits­kol­le­gen mit­zu­tei­len, damit die­se genau wis­sen, wor­an Sie gera­de arbei­ten. Falls es Inter­de­pen­den­zen zwi­schen den Auf­ga­ben gibt, ver­bes­sern Sie so die Kom­mu­ni­ka­ti­on und gemein­sa­me Ziel­er­rei­chung. Hier­für eig­net sich ein Dai­ly Stand Up, indem alle sowohl aktu­el­len Arbeits­stand als auch Ver­füg­bar­keit koor­di­nie­ren kön­nen.

3. Übli­che Pau­sen ein­hal­ten

Pau­sen sind wich­tig. Sie schüt­zen Sie vor zu viel Stress und der Kör­per braucht sie, um zu rege­ne­rie­ren. Auch im Home-Office soll­ten Sie Ihre gewohn­ten Pau­sen­zei­ten ein­hal­ten, um im Anschluss effek­ti­ver und effi­zi­en­ter wei­ter­ar­bei­ten zu kön­nen. Gehen Sie in einen ande­ren Raum oder kurz an die fri­sche Luft, um genü­gend Ablen­kung zu schaf­fen. Hier­bei soll­ten Sie auch dar­auf ach­ten, genü­gend zu essen und zu trin­ken. Aus die­sem Grund ist eine aus­führ­li­che Mit­tags­pau­se essen­zi­ell um für Ruhe, Ablen­kung und Ener­gie­tan­ken zu sor­gen. Auch klei­ne­re Pau­sen für Snacks wie Obst oder einen Kaf­fee hel­fen, um den Kopf frei­zu­be­kom­men.

4. Gehen Sie sicher, dass Sie nicht abge­lenkt wer­den

Auch wenn Sie kei­nen Arbeits­lap­top nut­zen, brau­chen Sie sich nicht von pri­va­ten Mails, Benach­rich­ti­gun­gen oder Vide­os ablen­ken las­sen. Blo­ckie­ren Sie Ihre Benach­rich­ti­gun­gen von Web­sites und Apps, die nicht in Zusam­men­hang mit Ihrer Arbeit ste­hen. Wenn mög­lich, nut­zen Sie einen frei­en Raum, der sonst tags­über nicht ver­wen­det wird. Wenn Sie kei­nen frei­en Raum haben, indem sie tags­über unge­stört sind, emp­feh­len sich Noi­se-Can­cel­ling-Kopf­hö­rer. Oft genügt aber auch ein Hin­weis nicht gestört wer­den zu wol­len. Gera­de wenn Sie unter Zeit­druck sind und bestimm­te Auf­ga­ben fer­tig­stel­len wol­len, soll­ten Sie sich unbe­dingt eine ruhi­ge Umge­bung schaf­fen.
Falls Sie Haus­ar­bei­ten erle­di­gen wol­len oder ande­re To Dos haben, erle­di­gen Sie dies im Anschluss an die Arbeit. Sonst ver­fal­len Sie dem Auf­räu­men, Sau­ber­ma­chen oder ande­ren Erle­di­gun­gen, da sie eine will­kom­me­ne Ablen­kung von der Arbeit dar­stel­len.

5. Ver­ges­sen Sie nicht zu kom­mu­ni­zie­ren!

Den­ken Sie dar­an, dass Ihre Kol­le­gen nicht zwin­gend mit­be­kom­men wor­an Sie gera­de arbei­ten und wel­che Fort­schrit­te Sie erzie­len. Was im Büro häu­fig ein kur­zes münd­li­ches Sta­tus­up­date ist, ent­fällt im Home-Office und soll­te durch sinn­vol­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel bei­be­hal­ten wer­den. Ein Team-inter­ner Mes­sen­ger wie Micro­soft Teams oder Slack wird heut­zu­ta­ge gän­gi­ger Wei­se von Unter­neh­men ver­wen­det und hilft dabei, kur­ze, aber wich­ti­ge Updates mit­zu­tei­len und klei­ne Her­aus­for­de­run­gen bei der Arbeit schnell und effi­zi­ent zu lösen. Aber auch für die unwich­ti­ge­ren, aber lus­ti­ge­ren Din­ge im Leben eig­net sich solch ein Mes­sen­ger pri­ma. Damit der Büro-Small­talk nicht ver­lo­ren geht, star­ten Sie doch mal eine Umfra­ge zur schöns­ten Kaf­fee­tas­se oder bes­ten Hin­ter­grund bei der Video­te­le­fo­nie.

Las­sen Sie uns die Zeit nut­zen die Arbeit auch von Zuhau­se effek­tiv zu gestal­ten, ohne den Spaß und das Team­ge­fühl zu ver­lie­ren. Statt­des­sen ent­de­cken Sie die Arbeit von Zuhau­se neu und machen Sie als Team gemein­sam das Bes­te dar­aus. Die­se Tipps sind daher nicht nur aktu­ell rele­vant, son­dern viel­mehr lang­fris­ti­ge Hel­fer für das Home-Office.

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