Yes we plan

Autor: Felix Güßfeld, Assistant Consultant

11. Februar 2019

“A goal without a plan is just a wish.” ― Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller und Pilot

Es gibt viele Phrasen, die in Büros zu hören sind, doch es gibt ein Wort, das sich wie ein roter Faden durch alle hindurchzuziehen scheint: Planung.

„Plan your work and work your plan.“ Ob als abblätternder, da spülmaschinenungeeigneter, Aufdruck der Kaffeetasse oder als Mantra von einem Plakat äugend, dieser simple Satz hat sich festgesetzt. Bereits Margaret Thatcher soll ihn in Langform genutzt haben: “Plan your work for today and every day, then work your plan.” Damit ist er das vielleicht widerspenstigste Erbe der ehemaligen Premierministerin.
Jedenfalls hat sich dieses unscheinbare Wort in fast jeden Lebensbereich eingeschlichen. Familienplanung, Urlaubsplanung, Fitnessplanung und natürlich Karriereplanung. Die alltägliche Konfrontation ist damit unvermeidbar. Doch welche Strategien gibt es, der Herausforderung Planung selbstbewusst zu begegnen? Wie lässt sich eine effektive Planungsstruktur in den Berufsalltag einbringen.

Es liegt am Gehirn

Planen ist menschlich. Es ermöglicht Hierarchisierung, Priorisierung, effektive Ressourcenverteilung kurz – den Aufbau komplexer sozialer Gemeinschaften. Doch manche planen besser als andere. Warum?
Es liegt am Gehirn, genauer: am hinteren linken Hirnareal. Neurologischen Studien zufolge bedeutet eine natürliche Hirndominanz genau dort eine Affinität, lineare Pläne auszuarbeiten und durchzuführen. Die Etablierung von Strukturen und einer disziplinierten Einhaltung dieser sind herausragende Merkmale von Menschen solcher Prägung.
Jeder andere hat hier das Nachsehen: 100-mal mehr Energie sei dann vonnöten, um in den Planungsmodus zu wechseln. Was also tun, wenn das falsche Los in der Genlotterie gezogen wurde?
Zunächst einmal nicht verzweifeln. Die Frage nach Persönlichkeit und Fähigkeiten im Zusammenhang mit biologischer Vorbestimmung oder individueller Entwicklungsmöglichkeit ist keine, die bisher eine eindeutige Antwort hervorgebracht hätte. Wie valide die Ergebnisse dieser Theorie sind, bleibt nachzufragen. Fest steht jedoch: Es gibt Tipps und Tricks, um darin besser zu werden, denn Planen ist menschlich.

Typenbestimmung: A, B, C oder mehr als ein Buchstabe?

Diese Situation kennt jeder. Eine neue Aufgabe oder sogar ein ganzes Projekt sind der eigenen Person zugewiesen worden. Wer jetzt sofort loslegt, zeichnet sich wahrscheinlich nicht durch eine Hirndominanz im hinteren linken Hirnareal aus. Ganz sicher hat er oder sie aber folgendes nicht: einen Plan.
Das hat Folgen im Prozess. Nachfragen über die Zielsetzung müssen gestellt werden, Aufgaben neu verteilt oder Deadlines nach hinten geschoben werden. Die erhöhte Kommunikationsbelastung verzögert den Ablauf, da Antworten abgewartet werden müssen. Insgesamt leidet die Qualität der Arbeit durch ständigen Korrekturbedarf. Wenn die einzige Kontinuität im Prozess die Unterbrechung ist, kann eine qualitativ dichte Arbeit nicht erzielt werden.
Deshalb gilt zuerst: Das Ziel verstehen und durch Fragen genau definieren. Was will der Auftragsteller? Wer diese Frage erst am Ende des Prozesses stellt, hat schon verloren. Auf der anderen Seite wird sich noch niemand darüber beschwert haben, die Zielsetzung des Projektes zu früh definiert zu haben.
Um die darauffolgende Planung zu erleichtern, ist es hilfreich, Tendenzen des eigenen Planungstypen zu ermitteln.

Diese Schemata sind erweiterbar, zeigen aber, dass verschiedene Denkmuster und Affinitäten vorhanden sind. Den individuellen Zugang zur effektiven Planung zu finden, ist eine Herausforderung, die den Berufsalltag begleitet. Wer sich und die eigene Arbeitsweise kennt, ist klar im Vorteil. Sicher ist auch: Pläne scheitern. Der Wille zu planen sollte daran aber nicht zerbrechen. Einen anderen Zugang zur eigenen Planungsgestaltung für das nächste Mal auszuprobieren, kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. Das Ziel lautet, die Qualität der eigenen Arbeit zu steigern und mehr Zeit zu gewinnen, um die relevanten Dinge anzugehen.

Konzepte sind nicht alles

Planen ist eine Schlüsselkompetenz. Das gilt vor allem für ein nachhaltiges Management Consulting. Doch welchen Zugang hat SOICON gefunden?
SOICONs Stärke liegt hier in der Vielfalt. Jede/r Mitarbeiter/in zeichnet sich durch individuelle Herangehensweisen und Perspektiven auf Probleme aus. Das bedeutet aber auch: Jeder denkt anders. Wie kommt es also dazu, dass es zu keinem Kopfschmerz im Gehirn SOICON kommt?
Wir planen! Eine stete Optimierung der eigenen Prozesse sorgt für eine ausgewogene Versorgung aller Hirnareale, das heißt Affinitäten und Zugänge, um Lösungen zu entwickeln. So denken wir mit dem Kunden. Visualisierung und Darstellung von messbaren Ergebnissen sind dabei ein integraler Bestandteil der Planung. Transparente Prozesse ermöglichen es, das Team beliebig zu erweitern, um rechtzeitig zu agieren. Denn: Wir planen als Team und denken im Team.
Diese Implementierung einer gemeinsamen Planungsstruktur ermöglicht es, Denkprozesse und Perspektiven zu synchronisieren und operativ zu nutzen. Daraus ergibt sich die Kompetenz, Kunden individuell und nachhaltig zu beraten. Der Fokus liegt hierbei auf detailorientiertem Arbeiten. Dabei gilt es, keine Angst davor zu haben, einen Kontext komplett zu überblicken. Ein komplexes Problem erfordert ein Durchdenken aller Ebenen. Deshalb setzt SOICON auf agile Methoden und schreibt iteratives Arbeiten groß. Daraus ergibt sich eine ganzheitliche Analyse, die eine Vielzahl an Perspektiven und Lösungen anbietet und Dead Ends durch effektive Planung frühzeitig ausschließt.
Das beinhaltet auch ein umfassendes Scoping von Beginn an. Das Endergebnis steht am Anfang des Prozesses. So ist eine Rückwärtsplanung möglich, die Teilschritte als Meilensteine definiert und transparente Lieferketten, sowohl für SOICON als auch dem Kunden, aufbaut. Eine Steuerbarkeit der Prozesse und Kosten ist damit gegeben, was für einen fairen Prozess sorgt. Sowohl die Meilensteine als auch der Gesamtprozess können so iteriert werden und regelmäßigen Qualitätschecks unterzogen werden.
Eines findet dabei aber stets Beachtung: Es gibt nicht DEN einen Plan. Den gibt es so wenig, wie es nur die eine Lösung gibt. Aber nur wer eine klare Prozessstruktur und Planungskultur besitzt, kann darüber hinaus nach neuen Strategien suchen. Also sagen wir: Yes we plan!

<< Zurück

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: